So wie es aussieht, wird dieser Sonntag in die Geschichtsbücher eingehen – und zwar als heißester Tag des Jahres 2012. Was macht da der Kölner? Geht er an den Rhein, an einen der zahlreichen Seen oder in einen Biergarten? Weit gefehlt: Während die einen auf den Ringen das Ringfest mit deutschen Acts wie Thees Uhlmann oder Kettcar feiern, ist das E-Werk in Mülheim gespannt auf den Auftritt der Simple Minds. Jene Band, die im schottischen Glasgow vor über 35 Jahren gegründet wurde und seitdem mit ihrer Musik, einem interessanten Mix aus klassischem Rock und New Wave-Anleihen und der unvergleichlichen Stimme des Frontmanns Jim Kerr, die Fans rund um den Globus begeistern kann.

Einen interessanten Ansatz bot das Konzert in Köln, stand es doch unter dem Motto „5 x 5“, was nichts anderes bedeutet, als dass die Simple Minds je 5 Stücke aus ihren ersten 5 Alben spielten. So kamen die Alben Life in a day aus dem Jahre 1979, die im gleichen Jahr entstandene Real to Real Cacophony, Empire and Dance von 1980, Sons and Fascination/Sister Feelings call ein Jahr später und last but not least New Gold Dream (81, 82, 83, 84) aus dem Jahre 1982 zu einer Renaissance.

Nur einige wenige hatten sich vorher nicht ordentlich informiert und so schallte immer wieder ein flehendes Don’t you (forget about me) durch das vollbesetzte E-Werk, was aber von Jim Kerr geflissentlich ignoriert wurde. Aber dass die Simple Minds auch auf ihren ersten Alben den Grundstein für ihre Weltkarriere gelegt haben, merkt man auch schon bei den Frühwerken wie Calling your name oder Love song. Schon im ersten Teil wurde einem bewusst, dass es den Simple Minds schon immer gelang, Evergreens mit Ohrwurmgarantie zu schreiben.

Nach einer Pause kamen die Herren Jim Kerr, der langjährige Gitarrist Charlie Burchill, Drummer Mel Gaynor, Bassist Ged Grimes und Keyboarder Andy Gillespie zur zweiten Hälfte zurück und drehten die Uhr erneut um 30 Jahre zurück. Nach dem Hit von Someone, somewhere in summertime vom New Gold Dream (81, 82, 83, 84)-Album ging es dann in den Zugabenblock, wo noch mal 5 Stücke aus der Frühphase gespielt wurden,

Bleibt das Fazit: Es geht auch mal ohne die ganz großen Simple Minds-Hits wie Don’t you (forget about me), Alive and kicking oder Belfast Child.

Setlist Teil 1: I travel, Thirty Frames a second, Today I died again, Life in a day, Calling your name, Hunter and the Haunted, Premonition, Wasteland, Love song, Pleasently disturbed, Room.
Setlist Teil 2: The American, In trance as Mission, 70 cities as loves brings the fall, Celebrate, Changeling, Factory, The fear of gods, Promised you a miracle, Someone, somewhere in summertime.
Zugaben: Theme for great cities, Someone, Chelsea girl, Glittering prize, New gold dream (81-82-83-84)

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Text: Dennis Kresse
Bild: Pressefreigabe (FKP Scorpio)