Es sah so aus, als wollten die Kölner den Aschermittwoch ignorieren und bis zum nächsten 11.11. einfach weiterfeiern. Im fast ausverkauften Palladium war schon beim Support Stimmung pur, die Bleachers aus New Jersey hatten die Aufgabe, das ohnehin schon feierwütige Publikum noch mehr anzuheizen und das gelang spielend. Manchem dürfte der Sänger Jack Antonoff als Mitglied der Band FUN. bekannt sein, aber auch ohne die Hits seiner Hauptband wie Some Nights oder We Are Young schaffte es der zweifache Grammygewinner mit Nummern wie Shadow, Rollercoaster oder dem Singlehit I wanna get better, die berühmt-berüchtigte Messlatte für die Kooks sehr hochzuhängen.

Gegen kurz nach 21 Uhr stehen dann die Jungs um Sänger Luke Pritchard auf der Bühne und neben den vier Musikern haben sich noch um einen Percussionisten, einen Keyboarder und einen weiteren Gitarristen verstärkt, doch steht Luke mehr als seine Mitmusiker im Rampenlicht und er hat auch das Charisma, obwohl die ganz großen Erfolge auch ein wenig zurückliegen. Aber immer noch schafft Pritchard es, sein Publikum, das überraschenderweise, als das Debütalbum Inside In/Inside Out 2006 erschien, wohl noch nicht mal die Grundschule verlassen haben dürfte, zu verzaubern.

Aber was haben die Kooks auch für Ohrwürmer im Gepäck? Ooh La, She moves in her own way, Sway oder Always where I need to be. Aber auch die neuen Sachen können gefallen, wie etwa Around Town, was einen kurzweiligen Abend eröffnet oder Forgive Forget, was nach gut 70 Minuten das Set beendet.

Natürlich lässt es sich die Band aus Brighton nicht nehmen, noch Zugaben zu geben, Material haben sie ja schließlich genug und so darf man sich noch über See me now mit Pritchard am Klavier, Junk of my heart (Happy) und als Rausschmeißer über Naive freuen, bevor das Saallicht wieder angeht.

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Text: Dennis Kresse
Bild: Universal Music