Nur ein einziges Konzert war es, das die sympathischen Jungs von The Script auf dieser Tour in Deutschland vorgesehen hatten. Und da es beim vorigen Mal so schön war, spielte die Band auch bei dieser Deutschland-Reise wieder in der Großen Freiheit 36, die erwarteter Weise ausverkauft war. Im Mittelpunkt dabei natürlich das neue Album No Sound Without Silence, aber auch die Stücke vom Vorgänger #3 wurden sehr zur Freude des jungen Publikums zahlreich geboten, wie auch einige weitere Stücke.

Zuvor aber gab es erst einmal einen gewichtigen Support-Act zu sehen, der hier die Herzen im Sturm eroberte. Mit Marine eröffnete ein Liebeslied aus interessanter Perspektive, anschließend Schwer in Ordnung, bei dem tatsächlich das Publikum bereits mitsang, nachdem Georg zunächst einmal so tat, als käme er gerade erst auf der Bühne. Ein ironisches und Stück über die „beste Freundin“, die beim Feiern mitkommt und am Ende nur alleine in der Ecke sitzt. Immer mit einem Augenzwinkern war dieser Auftritt eine Charme-Offensive, mit der er sich hier einen Schwung neuer Hörer erspielt haben dürfte. Nach Moment war leider nach sechs Stücken schon Schluss. Aber bei einem wie Georg auf Lieder dürften die Bühnen in nicht allzu langer Zeit größer werden.

Setlist: Marine, Schwer in Ordnung, Sommer, Möwen, Tarzan und Jane, Moment

Als danach dann The Script zu den Tönen von Paint The Town Green auf die Bühne kamen, waren längst alle aus dem Häuschen. Fast schon Marsch-artig durch den Einfluss der irischen Heimat der Musiker gab es einen Stampfer und großen Applaus. Stücke wie Superheroes zeigten sie die Qualitäten als hymnisch-balladesk agierende Band, die auf dem neuen Album den Stücken vom Vorgänger wie Six Degrees Of Separation in nichts nachsteht. Inklusive Piano-Arrangements. Apropos Vorgängeralbum: Die Stücke der #3 führten natürlich zu großem Jubel. Ein gut platziertes Good Ol’ Days beispielsweise verfehlte seine Wirkung nicht.

Dass nach If You Could See Me Now und dem abschließenden For the First Time Schluss sein sollte, wollte keiner so recht glauben. Es fehlte ja schließlich auch noch was. Vermutlich wäre ohne diese Zugabe auch noch keiner nach Hause gegangen… Wie gut, dass die Band noch einmal wieder kam und das Set mit You Won’t Feel a Thing und dem unvermeidlichen und stark dargebotenem Hall of Fame das Konzert zu beenden. Ein sehr schöner Konzertabend war es. Liebe The Script: Bleibt, wie Ihr seid, das mögen wir!

Setlist: Paint the Town Green, Before the Worst, Superheroes, The Energy Never Dies, Breakeven, Man on a Wire, Science & Faith, Six Degrees of Separation, Good Ol‘ Days, No Good in Goodbye, Nothing, The Man Who Can’t Be Moved, If You Could See Me Now, For the First Time
Zugabe: You Won’t Feel a Thing, Hall of Fame

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Text: Anna Schmitt
Bilder: Sony Music (The Script), Universal Music (Georg auf Lieder)