Vor den besinnlichen Ostertagen noch einmal schön lauter Musik lauschen, das schien einigen Metalfans eine passende Option für den Gründonnerstagabend zu sein. Das Vierergespann While She Sleeps, Cancer Bats, Hundredth und Oathbreaker lud in die Kölner Essigfabrik ein. Oathbreaker begannen den Abend bereits recht früh und mussten sich deshalb mit relativ wenig Zulauf zufrieden geben, erst bei Hundredth füllte sich die Halle so langsam. Ein Großteil der Zuschauer war aber für die beiden Hauptacts Cancer Bats und While She Sleeps angereist.

Cancer Bats spielten ein circa vierzig minütiges Set, dass mir persönlich allerdings viel länger vorkam. Der Frontsänger Liam Cormier bewies zwar viel Humor und wirkte sympathisch, doch über die recht eintönige Musik konnte dies nicht hinwegtäuschen. So erklärte Cormier, dass dies der beste Tourtag bisher sei, natürlich in dem Wissen, dass es sich bei dem Konzert in Köln um den Auftaktgig der gesamten Tour handelte und es sich damit nicht nur um den besten, sondern zugleich um den einzigen Tourtag handelte.

Nachdem Cancer Bats ihren Auftritt schließlich beendet hatten, enterten While She Sleeps die in rot getauchte Bühne nach der Umbaupause. Von Anfang war die Band sehr spielfreudig und präsent und feuerte einen Hit nach dem anderen ab. Eines der frühen Highlights des Sets war sicherlich der Song Seven Hills, der durch seine Cleangesang-Parts sehr emotionale Reaktionen und eine immense Beteiligung beim Mitsingen im Publikum auslöste. Neben Frontsänger Lawrence Taylor, der beim Screamen und Shouten einfach nur grundböse aussieht und es auch ansonsten beherrschte sich in seinem schwarzen Kapuzenpullover zu inszenieren, begeisterte auch Sean Long mit seinem beeindruckenden Gitarrenspiel. Natürlich präsentierten While She Sleeps auch viele Songs aus ihrem neuen Album Brainwashed, beispielsweise den Ohrwurm Our Legacy.

Obwohl die Metalcore-Band zwischenzeitlich mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, spielten sie ein tolles Konzert, was dafür sorgte, dass die Fans die Essigfabrik glücklich verließen. Bedauernswert ist nur, dass der herausragende Song The North Stands For Nothing den Weg in die Setlist nicht fand.

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Text und Bilder: Melvin Damian Klein