Der Hamburger Monoklub will nicht in Schubladen stecken, denn einmal drin, darf man plötzlich in keine andere mehr rein. Das kommt auf Nachfrage heraus, allerdings verweist der Klub auf Musik, die er selbst am liebsten auf dem Plattenteller drehen lässt. Und das ist zum größten Teil die Musik der frühen 60er Jahre, als sich die erste MOD-Bewegung in England auf ihrem Höhepunkt befand. Es ist der Soul, der Jazz, der Beat, R’n’B und durchaus psychedelische Garage-Klänge, die mit ihren mitreißenden Rhythmen dazu einladen, die Nacht durchzutanzen und sich verschwitzt, aber voller Hingabe auf die Welt zu stürzen, als hätte man sie selbst aufgeblasen. Etwas überheblich, immer aber mit der nötigen Eleganz, die eine solche Nacht verdient.

Dass am Ende keiner mehr weiß, wer der Kugel eigentlich so dermaßen in den Arsch getreten hat, dass sie sich so erbarmungslos rächt, ist Teil des Gefühls, was in verlässlicher Weise am nächsten Morgen auf einen wartet.

Das alles bringt Monoklub authentisch auf die Bühne. Die drei jungen Männer bedienen sich gesanglich an ihrer Muttersprache, was ihre britophile Attitüde in gewisser Weise originell
erscheinen lässt und stehen stets auf sympathische Art und Weise in einem regen Kontakt mit ihrem Publikum.

Mit der nötigen Tendenz zur Selbstironie und dem kühlen, hanseatischen Charme, relativieren sie ihre selbstverliebten Züge sowohl auf der Bühne, als auch auf ihrem Debutalbum „MONOKLUB“. Dort findet sich allerdings nicht nur glühender Hochmut, sondern auch die mit düsterem Sarkasmus und Trotz vorgetragene Kehrseite. Bei einigen Stücken dominiert die Verzweiflung und wird erst im letzten Moment von Hoffnung und Lebenslust überrollt, bei anderen bleibt sie kalt und resigniert zurück. Sex und Tod gehen Hand in Hand und Monoklub drängeln sich mit ihrem lauten, schmutzigen Vintage-Sound wie ein albernes Kind dazwischen und wollen Spaß haben. Es wird getanzt und gelacht bis einer heult – und danach weiter!

Homepage: www.monoklub.com
Facebook: www.facebook.com/pages/Monoklub/155681351170981
Twitter: www.twitter.com/Monoklub_HH

Text: Pressefreigabe