In der akut wieder sehr populären Welt des Folkrock sind Schandmaul so etwas wie die große Samstagabend-Show: der Dauerbrenner seit 15 Jahren, voller Rituale, spannender Einlagen, beliebter Ehrengäste, mit einem vogelfreien Entertainer namens Thomas Lindner – das Spektakel für die ganze Familie, ob Punk-Enkel, Rittersmann, Ökobraut, Gothic-Girl oder Anzugonkel.

Die Münchner Gruppe ist ein Garant für höchste Quoten. Konzerte sind Festtage für die zahlreichen Anhänger von der Nordsee bis zum Mittelmeer, die letzten Alben landeten allesamt in den Top-Ten. Band und Publikum wachsen zusammen, wachsen weiter: „Unendlich“ (VÖ: 24.01.), wie die neue Platte verheißt.

Der Fan weiß, was er bekommt: erstklassige Spielmannskunst, lebenslustigen Folk, donnernden Rock und magische Mittelalterklänge. Doch jedes Album ist auch eine Wundertüte. Vor einer Weile waren die Musiker „alle schwer verliebt“, so Thomas Lindner. Daher drängte es sie auf ihrem bis dahin erfolgreichsten Album „Traumtänzer“, die traute Zweisamkeit in einer Flut von Balladen zu verewigen. Verliebt sind sie noch immer, doch nun auch fröhlicher, flotter, frischer, trunkener, erzählfreudiger, geselliger.

Gezecht wird auch mit dem Brandner Kasper, jenem bayerischen Volkshelden, der beim Sensenmann mit einem Kartentrick etwas Lebenszeit ergaunert: „Der Kasper, der verreckte Hund, bescheißt unseren Gevatter, der Tod verliert Wette und Spiel, noch 15 Jahre hat er.“ Schandmaul geht es ums Ganze – auch wenn jemand das Spiel um Leben und Tod verliert. Noch einmal klingt die Irish Whistle weit und wehmütig in „Euch zum Geleit“ (VÖ: 10.01.).

Die Single des Albums beruht auf einer ergreifenden wahren Erlebnis: Martin Duckstein beschreibt darin die Beerdigung einer alten Freundin. Die Frau ließ den Pfarrer einen Brief vorlesen: „Macht Euch keinen Kopf, weint nicht, das Leben war schön.“ Große Gefühle und noch größere Geschichten haben es Thomas Lindner seit eh und je angetan. So fügen Schandmaul ihrer Trilogie über die Nibelungen einen weiteren Teil an, das Prequel zur Sage um Siegfrieds Vater und ein Zauberschwert. „Es ist das größte Epos, das wir haben“, sagt Lindner.

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Text: Pressefreigabe
Bilder: Erik Weiss