Eigentlich war Tom Kloses Plan eine Karriere als Punkrocker. Ein cooler Rockstar wollte er sein, der von den Mädchen aus der ersten Reihe Unterwäsche zu geworfen bekommt. Gebrüllter Widerstand und laute Riffs sind es nun nicht geworden. Der Punkrocker von einst bekennt sich heute zu sanfteren Klängen mit viel Ehrlichkeit und Tiefe. Warum? Weil er vor vielen Jahren seinen E-Gitarren-Verstärker nicht mit ins Flugzeug nach Australien nehmen konnte. Die Akustikgitarre im Gepäck, entdeckte er Down Under seine Liebe zu den gefühlvollen Melodien. Vom ursprünglichen Plan geblieben ist die „Rampensau“, die die Bühne auch mit leisen Tönen rockt und sein Publikum mit einer glaubwürdigen Mischung aus philosophischem Folk, Country und Rock begeistert.

Inzwischen hat der Wahl-Hamburger Singer Songwriter bereits weit mehr als 100.000 Menschen live verzaubert, er überzeugte u.a. als Support-Act bei Tim Bendzko, Alin Coen, Wallis Bird, Ed Sheeran, Stu Larsen, Elif und Gloria, und steht nun vor der Veröffentlichung seines Debütalbums From Weeds to Woods. Nach wie vor sind es besonders die leisen Töne, die verführen und fesseln. Klose flirtet gerne mit der Melancholie, die in dieser handgemachten und ehrlichen Musik so viel Tiefe und Glaubwürdigkeit erzeugt, wie wir sie sonst hauptsächlich von älteren Blues- und Rocklegenden kennen.

Dabei hat Klose gerade erst seinen 26. Geburtstag gefeiert. Seine reifen und oft ernsten Texte über Träume, Hoffnungen, Unmut und Unerreichtes werden untermauert von einer Stimme, die viel Leben und Erlebtes vermuten lässt, ohne auch nur im Ansatz verlebt oder gezeichnet zu klingen. Klose singt sanft und intensiv, verarbeitet Erlebtes und erzählt von Erträumtem.

Seit dem 12. Lebensjahr schreibt der gebürtige Flensburger seine Geschichten in Tagebücher. Aus den Aufzeichnungen sind inzwischen Songs geworden, welche die autobiografischen Inhalte sehr viel pointierter und direkter vermitteln. In seiner sehr bedachten Wortwahl und gekonnten metaphorischen Ausdrucksweise, lässt sich ab und an sein Anglistik- und Philosophiestudium erahnen. „Ich arbeite gerne mit Metaphern. Mein Ziel ist es, meine Gefühle und Gedanken in sowenige Worte wie möglich zu verpacken“, erklärt Klose. „Jeder hat natürlich andere Assoziationen mit einem Song. Aber ich weiß, wenn ich eine Metapher benutze genau: Nichts könnte besser zusammenfassen, wie ich mich in genau diesem Moment gefühlt habe.“ Besonders die Jahreszeiten und das Wetter schaffen es sinnbildlich immer wieder in seine Songs. Weil „das Konzept von Zeit und Wandel mich schon immer fasziniert hat. Es lässt sich auf so vieles anwenden“.

Wenn wir bei den Bildern bleiben wollen, dann ist From Weeds to Woods wie das Rezept für ein Lieblingsgericht. Als Basis dient Tom Kloses in Musik und Text gepackte Leidenschaft. Dazu nimmt man eine Prise „Coldplay“, würzt mit einer Messerspitze „Mumford & Sons“ und traut sich noch etwas „Paolo Nutini“ und „Damien Rice“ hinzuzufügen. Entstanden ist eine Platte, die viel vom Streben und vom Wachsen erzählt, die von bislang unerfüllten Träumen handelt und zum Träumen anregt. Neben den harmonischen Klängen des Schlagzeugs (Max Schneider) und des Basses (Martin Schroeder), ist es speziell sicherlich das Cello (Niklas Hardt), welches die essenzielle Portion Melancholie in die Melodien zaubert.

Wer facettenreichen Songwriter Pop mag, wird Tom Klose lieben. Und das sind bereits eine ganze Menge Leute. Das Album wurde über einen Crowdfunding Aufruf finanziert. Warum? Tom Klose findet: „Weil Crowdfunding sehr ehrlich ist. Es ist so ein bisschen wie Straßenmusik zu machen. Du stehst an der Straße, spielst deine Gitarre und singst. Und wenn es den Leuten gefällt, dann geben sie dir genau so viel Geld, wie es ihnen wert ist. Mir ist es unglaublich wichtig zu sehen, dass noch andere Leute an die Musik glauben und nicht nur ich.“

Homepage: www.tomklose.de
Facebook: www.facebook.com/tomkloseband
Twitter: www.twitter.com/tomklose

Text: Pressefreigabe
Bilder: cuex (oben), Steffen Boettcher (unten)