Nachdem in den letzten Monaten ja die Zeitungen voll waren mit schlechten AC/DC-Meldungen, dem gesundheitsbedingten Ausstieg des Gründungsmitglieds Malcolm Young und den juristischen Schwierigkeiten des Schlagzeugers Phil Rudd, ist es jetzt mal wieder an der Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das neue Album Rock or Bust der Australier liegt vor und, wie sollte es auch anders sein, ist ein astreines Rock-Album geworden. So klingen nur AC/DC. natürlich werden die Klangpuristen jetzt sagen, alles wie immer, aber es wäre im höchsten Maße verblüffend, wenn Angus Young jetzt seine vermeintlichen Jazz-Akustik-Gitarren-Künste unter Beweis stellen würde.

Genau, unvorstellbar! Und so rumpelt der AC/DC Rock ’n‘ Roll Train auch im 42. Jahr mit einer gut geölten Röhre des Frontmanns Brian Johnson und den tollen Licks. Nachdem Malcolm nicht mehr zur Verfügung stand, wurde das Problem familiär gelöst und mit dem Neffen der Young-Brüder so ersetzt, dass man auch keinen Unterschied hört, wobei man den Anblick des stoischen Rhythmus-Gitarristen auf der bevorstehenden Tour, die die Band 2015 auch nach Deutschland führen wird, vermissen wird.

Mit Songs wie Play Ball, Rock or Bust oder Dogs of War machen AC/DC alles richtig und drehen Spöttern eine lange Nase. Es ist natürlich nicht die Erfindung des Rads, aber hey, es ist ein AC/DC-Album!

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Text: Dennis Kresse