Eine Frauenstimme begrüßt einen direkt zu Beginn des Albums, jedoch hat sie nichts Gutes zu sagen, was ich auch im Laufe des Albums nicht ändert. Die Dame taucht mehrmals auf dem Album auf und erzählt immer wieder von weniger schönen Seiten des Lebens. Schmerz, Sehnsucht und Verzweiflung sind die Dinge, von denen die Stimme erzählt, während man von repetitiven Beats immer tiefer in den Bann des Albums gesogen wird. Dort angekommen, wird man von den bekannten Elementen des Projektes begrüßt: Ethnische Klänge aus dem nahöstlichen Raum werden mit Elektronik verbunden.

Dabei geht State of Mind erstaunlich gemächlich zugange. Zwar sind vier Lieder als tanzbar zu bezeichnen, zwei davon sind jedoch ebenfalls im unteren Tempobereich angesiedelt, was viel Raum für meditative und rituelle Passagen verwendet: Chöre und Trommeln kommen immer wieder vor und laden zum Träumen ein. Jedoch sollte man vor dem Titelsong aufwachen, der einen in Tiefe Abgründe zu ziehen scheint: Sprachsamples und Rauschen herrschen hier vor.

State of Mind entführt direkt in orientalische Welten, die mal verträumt, mal bedrohlich wirken. Dass jede dieser Facetten musikalisch hervorragend umgesetzt werden kann, hat das Projekt schon mehrmals bewiesen – und tut es auch hier.

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Text: Tristan Osterfeld