Mitte der 70er, Anfang der 80er war die große Zeit der Konzeptalben, also Platten, die von einem Thema handeln, das durch seine ineinandergreifenden Handlungsstränge als Gesamtwerk bezeichnet werden können. Ein Großmeister dieser Kunst war neben den Platzhirschen von Pink Floyd (The Wall) oder The Who (Tommy) auch Alan Parson, der mit seinem Project und dem Debüt des langjährigen Alan Parsons Project Frontmanns Eric Woolfson mit The turn of a friendly card die Geschichte eines Mannes erzählt, der in einem Casino sein ganzes Geld setzt um es schließlich zu verlieren. Jetzt erscheint dieses Album erneut in einer Doppel-CD-Version – erweitert um sage und schreibe 17 bislang unveröffentlichte Titel.

Es ist beachtlich, was sich die beiden Köpfe des Alan Parsons Project ausdachten, als sie 1978 zu Besuch in Monte Carlo waren – die Stadt war schon immer Synonym für Luxus und da gehören Casinos zwingend hinein. So lag es nahe, diesem Ort ein Album zu widmen und es mit einer Geschichte zu verknüpfen, die von Glücksspiel handelt.

Mit über 50 Millionen verkauften Alben steht das Alan Parsons Project noch immer bei den prägendsten Progressive Acts ganz oben und wer sich Titel wie Games people play oder Time heute rund 35 Jahre später anhört, der ist immer noch begeistert, wie hervorragend produziert diese Alben sind.

Ein echter Hörgenuss sind aber auch die Demoversionen etwa von The Gold Bug oder Snake Eyes. Vielleicht ist „The Turn of a friendly card“ das beste Album von Alan Parsons Project.

Homepage: www.alanparsonsmusic.com
Facebook: www.facebook.com/alanparsons

Text: Dennis Kresse (soundchecker.koeln)