Urgestein-Alarm, die X-te. Da wäre mal wieder ein ebensolches: Alice in Chains, Urgesteine aus Seattle, von vielen gar als Kultband verehrt. Eine Band, die nun schon das eine oder andere Jahrzehnt aktiv dabei ist, aber seit ihrer Re-Union nicht müde werden, neue Scheiben zu veröffentlichen. Black Gives Way To Blue verkaufte sich 2009 über eine Million mal, jetzt liegt der Nachfolger mit dem klangvollen Titel The Devil Put Dinosaurs Here vor und schickt sich an, den Weg des Erfolges fortzusetzen. Die Zeichen stehen gut, denn der gesättigte Seattle-Sound des Albums kann von den ersten Tönen an überzeugen.

Wenn wir hier von „ersten Tönen“ sprechen, sprechen wir vom Titel Hollow, der ursprünglich nur als Lyrics-Video veröffentlicht wurde, dann aber bald ungeahnte Höhen erreichte. Atmosphärische Grunge-Sounds mit gesättigten Riffs auf über fünf Minuten Länge, dazu auch ein Gitarrensolo. Kurzum: der Alice in Chains-Sound, wie man ihn kennt, völlig ohne Staubansatz. Auch der Titeltrack ist so ein Parade-Beispiel für Alice in Chains anno 2013. Leicht verhangen, etwas mystisch, im Chorus dann doch harmonisch, aber auch mit einem gewissen „Restrisiko“.

Immer wieder brillieren die Stücke mit ihren Atmosphären, mit dem unverkennbaren Sound und mit dem nicht eingerosteten Können der Band. Im Schnitt deutlich über fünf Minuten lang werden die Stücke dennoch nicht langweilig und lassen sich ohne Schwachstelle durchhören. Ein gelungenes Rock-Album!

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Text: Marius Meyer