Erwartungen kann man an manche Projekte einfach nicht stellen. Nachdem Axiome mit ihrem Vorgängeralbum Ten Hymns for Sorbetiere or How I learned to stop worrying and love the freezer sehr chaotisch vorgingen, so ist das inzwischen siebte Album The smell of lava in the morning eine erstaunlich strukturierte Angelegenheit geworden. Dafür hat sich eines nicht geändert: die Vielseitigkeit, mit der man ans Werk geht. Die Spannweite an Stilen, die auf diesem Album zu hören ist, beginnt irgendwo bei IDM und geht bis zu den auf dem Vorgänger zu findenden psychedelischen und hypnotischen Elementen. Musikalisch sind die einzelnen Lieder dabei sehr repetitiv angelegt.

Das Grundmuster ist dabei immer ähnlich: Es wird eine Struktur ein ganzes Lied über beibehalten, während immer neue Elemente in Form neuer Beats, Soundscapes oder Perkussion dazukommt, die immer wieder ihr Form wechseln oder eingefadet werden und irgendwann verschwinden. Dabei klingen die Lieder mal sehr retrolastig (le memoire du tenia) oder spaceartig (la mer de feu) oder gehen auch mal in Richtung Wave (es cheveux de madame desbassayns).

Auch mit dem siebten Album ist Axiome ein spannendes Album gelungen, das einerseits vielseitig ist, aber genau einen hohen Wiedererkennungswert hat. In jedem Fall ein spannendes Stück elektronischer Musik.

Weitere Artikel
Rezension: Axiome – Ten Hymns for Sorbetiere or How I learned to stop worrying and love the freezer

Homepage: syrphe.com/axiome.html
Facebook: www.facebook.com/pages/Axiome/378768248862864

Text: Tristan Osterfeld