Der Solokünstler Beans on Toast zeigt sich auf seinem mittlerweile sechsten Album The Grand Scheme Of Things von seiner wohl natürlichsten Seite, denn hier hört man, wie er sich selbst mit der Gitarre begleitet und von scheinbar allem singt, was ihm im Alltag passiert. Okay, das machen sicher viele andere Musiker auch, aber hier reiht sich ein Wortschwall nach dem anderen zu den verschiedensten Themen. Ob Liebe, Tourprobleme oder Essen – hier wird fast alles besungen. Leider findet er dabei nicht die großen Worte eines Bob Dylan oder Neil Young, sondern bleibt immer wieder auf dem Boden. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, mag ich hier nicht beurteilen.

Musikalisch ist daher nicht allzu viel Spektakuläres zu erwarten. Die simple akustische Schönheit, die dieses Genre eigentlich ausmacht, verpasst er hier die meiste Zeit, da sein passabler, wenn auch manchmal etwas gelangweilt wirkender Gesang die Hauptrolle spielt. So wird auch deutlich, dass sich dieses Album viel stärker um die Texte als um die Musik dreht. Wer dem etwas abgewinnen kann, wird an Beans On Toasts The Grand Scheme Of Things sicher viel Freude finden.

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Rezension: Beans on Toast – Giving Everything

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Text: Wolfgang Merx