Manchmal dauert es etwas länger, bis einer, der in Großbritannien schon relativ bekannt ist, auch in good old Germany ankommt. Jetzt erscheint mit Tales of Flying and Falling endlich das langerwartete Debüt von Ben Montague mit dem Hit aus England Haunted, der den unbekannten Montague quasi über Nacht bekannt werden ließ. Mit elf mehr oder minder gelungenen Songs kommt der sympathische Brite jetzt aus den Startlöchern und wird sich auch hier eine feste Fanbase erspielen können. In seinen Songs dreht sich nämlich alles um das Schönste, was es auf der Welt geben kann: die Liebe.

Auch er kommt nicht ohne die vielzitierten Klischees aus, wenn er wie im Song Another hard fall singt, dass man, je höher man steigt, umso tiefer fallen kann. Das mag so stimmen, aber das hat man nun wirklich schon oft gehört. Aber von textlichen Schwächen abgesehen ergeben die Märchen vom Fliegen und Fallen eine nette Pop-Platte ohne gravierende Schwächen, die von der Zielgruppe bejubelt werden wird.

Ben Montague, der sich bei Stücken wie Sweet Amelia oder Already leaving mit dem bis an die Grenze des Erträglichen kitschigen Satz „If you’re gonna shoot me down, pull the trigger now“ dicht an der Schwelle zur textlichen Folter bewegt, kriegt dann doch jedes Mal wieder die Kurve. Und das schafft heutzutage wirklich nicht jeder.

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News: Ben Montague – das Video zu “Another hard fall“

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Text: Dennis Kresse