Der ganz neue heiße Scheiß könnte ein junger Norweger sein, der eher an einen Computernerd als an einen Vollblutmusiker erinnert, wenn man sich das Cover seiner neuesten Veröffentlichung Islander so betrachtet. Aber „Don’t judge by it’s cover“: Was einem an Soul und Funk erwartet, das hat man seit den glorreichen Zeiten von Stevie Wonder, Sly Stone oder Smokey Robinson nicht häufig gehört. aber im Gegensatz zu den Urvätern nutzt Bernhoft die neuesten technischen Errungenschaften wie Loops und Samples gekonnt und hat auch noch einer sehr ausdrucksstarke Stimme, die gar nicht zu dem bleichen Weißbrot passen will. Aber genug von höchst unwichtigen Äußerlichkeiten, Islander, was auf der englischen Isle of Wight aufgenommen wurde, ist eine Soulplatte der besten Art.

Mit Krachern wie Come around with me, Freedom oder No us, no them, wo sich Bernhoft Unterstützung von der US-Sängerin Jill Scott, die sich ein packendes Duett mit dem jungen Skandinavier liefert, liefert er den Soundtrack für eine laue Sommernacht.

Vielleicht kein Album für jedermann, aber Fans des Neo Souls werden Bernhoft ins Herz schließen und sollten sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen, ihm auch live eine Chance zu geben:

26.05.2014 Köln, Live Music Hall
27.05.2014 Berlin, Huxleys
28.05.2014 Hamburg, Große Freiheit

Homepage: www.bernhoft.org
Facebook: www.facebook.com/jarlebernhoft
Twitter: www.twitter.com/bernhoft

Text: Dennis Kresse