Nach dem zweiten Werk folgt das dritte, wie der Vorgänger auch nur mit römischen Ziffern betitelt erscheint nun der Nachfolger des II genannten Albums. Ein Album, bei dem man selbst nach mehreren Durchgängen immer noch nicht so Recht fassen konnte, was man da hörte – und bei dem man selbst, als die Kritik geschrieben war, nicht ahnen konnte, wie nachhaltig es im Gedächtnis und auch in der Anlage bleiben würde. Eines ist nur klar: Es wird mit III dasselbe sein. Denn innerhalb kürzester Zeit sich das Album durch das Ohr tief in die Gehirngänge eingeschlichen und präsentiert ein Ambient-Album von Licht und Schatten und einer Tiefe, die man in dem Genre gerne öfters hätte.

Ein Album, bei dem man sich nicht traut, Brian Eno zu erwähnen, weil der Vergleich schon zu ausgetreten ist und zudem Bersarin Quartett zwar qualitativ ähnlich ist, musikalisch dann aber deutlich mehr Nuancen zulässt. Erinnernd an einen surrealen Schwarz-weiß-Film, der klare scharfe Farbabgrenzungen kennt und immer neuen Themen folgt: Rote Fäden werden abgebrochen, von neuen gefolgt, ständig verändert sich etwas, sei es im Vorder- oder Hintergrund.

Fast wirkt jeder einzelne Klang wie ein Farbtropfen, der auf eine glatte Fläche fällt und dort zerplatzt, Kleckse hinterlässt und die Fläche entlangläuft. Ein Album, das die eigene innere Harmonie immer wieder durchbricht durch subtile Elemente – wie eine Naturkulisse, die immer wieder durch dunkle Wolken getrübt wird, der Regen dann aber ausbleibt.

Text: Tristan Osterfeld