Es gab Zeiten, da war Billy Joel Garant für Millionenseller und ausverkaufte Tourneen auf dem gesamten Erdball. Joel, der im Laufe seiner langen Karriere insgesamt ein dutzend Pop-Alben veröffentlicht und auch einige Live-Alben seiner bemerkenswerten Karriere wurden aufgenommen, bietet in der Reihe Original Album Classics jetzt einen kleinen Überblick über sein Schaffen. Klar ist, dass man einen, der über 30 Jahre im Geschäft ist und bis 2011 mit Live at Shea Stadium Alben veröffentlicht, nicht mit fünf Alben komplett charakterisieren kann. Dennoch vermitteln die Original Album Classics einen gewissen Eindruck des Werks William „Billy“ Martin Joel.

Das erste Album Cold Spring Harbour kam als Debüt-Album im November 1971 auf den Markt und verkaufte sich über alle Maßen schlecht. Dass man schon die genialen kompositorischen Talente von Joel darauf finden kann, wie den Song She’s Got Away, eine wunderbare Ballade, des Piano Man aus Long Island, wurde aus diesem Grunde leider nur von wenigen wahrgenommen.

Als 1980 dann Glass Houses herauskam, war Billy Joel mit seinen zurückliegenden Alben längst etabliert und schaffte es erneut, das hohe Niveau mindestens zu halten. Songs wie Sometimes A Fantasy, Don’t Ask Me Why All For Lenya oder der erste Nummer-1-Hit in den USA Billboard Charts mit It’s Still Rock and Roll To Me prägten Billy Joels Ruf als Top-Star entscheidend.

Was liegt da näher als ein Rückblick in Form eines Live Albums? Mit Songs in the Attic stellte Billy Joel mit seiner hervorragenden Band im Rücken, aus Topleuten wie dem Schlagzeuger Liberty de Vito und Russel Javors an der Gitarre bestehend, ein erwähnenswertes Album aus eher alten Stücken zusammen. Captain Jack, The Ballad of Billy the Kid oder Say Goodbye to Hollywood beweisen die Homogenität und die enorme Spielfreunde von Joel.

Mit The Nylon Curtain erschien 1982 ein neues Werk von Billy Joel, das ebenfalls bekannte Lieder wie Allentown, das sich mit der wachsenden Arbeitslosigkeit in den USA beschäftigte und sich zu einem der Songs mit dem größten Airplay der 1980er Jahre in Amerika.

Концерт ist kyrillisch, bedeutet „Konzert“ und ist das erste Konzert eines amerikanischen Stars in der damaligen Sowjetunion. Mit einem Überblick durch alle Schaffensperioden und einigen von einem russischen Dolmetscher übersetzten Reden erobert sich Billy Joel auch die Herzen der russischen Musikliebhaber. Mit Angry Young Man, Honesty, Goodnight Saigon und den beiden Covern Back in the USSR von den Beatles und The Times They Are A-changin‘ von Bob Dylan trug auch der Sänger ein wenig zu Abrüstung und der friedlichen Annäherung der Großmächte mit bei.

Eine grandiose Sammlung von fünf CDs, die auch im Pappschuber gut aussehen.

Homepage: www.billyjoel.com
Facebook: www.facebook.com/billyjoel
Twitter: www.myspace.com/billyjoel

Text: Dennis Kresse