Zeichen gesetzt haben Bitume im Laufe ihrer Karriere schon eine Menge. Auf ihrem sechsten Album nennen Sie das dann direkt im Albumtitel. Dass den Oldenburger Urgesteinen niemand mehr etwas vormachen muss, ist bekannt, auf diesem Album untermauern sie das noch einmal nachhaltig. Elf Stücke, 41 Minuten – knackig auf den Punkt gebracht. Laut und sperrig soll es sein und so zelebrieren Bitume das auch auf der gesamten Albumlänge. Das Urgestein-Dasein merkt man ihnen dabei genauso an wie die Tatsache, dass sie sich auch im Hier und Jetzt so ihre Gedanken über das Geschehen machen.

So singen sie beispielsweise über Keine schöne neue Zeit und untermauern das mit Punk, wie er im Buche steht. Schnell, laut und wild, drei Akkorde, so soll das sein. Dabei geht es auch gerne mal hymnisch zu, wie unter anderem in Winter, das mit schnell gespielten Riffs begeistern kann und gar so etwas wie Melancholie verbreiten kann an manch einer Stelle. Auch ihre Herkunft lassen Bitume auf diesem Album nicht auf der Strecke, was sich an Songtiteln wie Großbrand in OL, 31 Bier Richtung Kleinensiel oder auch Elsflether Sand zeigt.

Ein Album, das durch und durch den Punk-Spirit atmet und auf erfrischende Weise auch genau so agiert. Für Anhänger des Punks der alten Schule genau das Richtige! Fun-Punk muss hier leider draußen bleiben.

Homepage: www.bitume.de
Facebook: www.facebook.com/Bitume99

Text: Marius Meyer