Das wurde auch mal wieder höchste Zeit, dass es mal wieder ein Reggae-Album gibt. Der Sommer ist zwar vorbei, aber der nächste kommt bestimmt und mit dem Sound der Black Roots im Hinterkopf kann es nur einer der besten werden. Im Jahr 1979 im englischen Bristol gegründet und eben nicht im jamaikanischen Kingston wurden die Black Roots schnell zu einem interessanten Act in der britischen Reggae-Szene, Jetzt, gut 20 Jahre nach ihrem Split, sind die Black Roots wieder zurück und starten erneut voll durch. Ähnlich wie The Beat oder andere Reggae-Gruppen der Thatcher Regierung haben sich auch die Black Roots kritisch gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die sozialen Unzulänglichkeiten angesungen.

Auch heute singen sie noch wie in Capitalism vehement gegen Ungerechtigkeit und Verlogenheit an und das mit einem Roots Reggae, der erfreut. Musik mit Bass und Bläsersätzen und dazu die typischen Stakkato-Klänge auf der Gitarre, fertig ist ein Album, mit dem man auch junge Käufer für die Musik von Bob Marley und Peter Tost begeistern kann.

Text: Dennis Kresse