„Das Warten aufs Album darf beginnen.“ So endete die Rezension zur Single We Just Met vor einigen Monaten an dieser Stelle. Nun, wir warten immer noch, das Album wurde inzwischen für Mitte März 2015 angesetzt. Aber ein bisschen wollen uns Blek le Roc die Wartezeit dann doch verkürzen und tun dies mit der am 27. Dezember erscheinenden Single Try and find a Way, die einen weiteren Vorboten für das Album darstellt und mit Gravity in der Akustik-Version auch eine ansprechende B-Seite mit im Gepäck hat. Die Frage ist aber: Wird die Wartezeit denn durch die Single wirklich verkürzt?

Eine Frage, die man am besten mit einem „entschiedenen Jein“ beantwortet. Natürlich, eine Vorabsingle verkürzt die Wartezeit gefühlt, da man schon einmal einen Einblick gibt in das, was da kommt. Mit schnellen Gitarren agieren blek le roc hier, hymnische Momente im Chorus, die getragener wirken als die Strophen und ein sehr einfühlsamer Gesang – so die Faktoren, die Try and find a Way zu dem machen, was es ist, nämlich einer sehr starken Indie-Nummer. Die Wartezeit wird zwar kürzer, aber die Spannung auf das Album zweite steigt weiter, sodass die Wartezeit eben doch nicht unbedingt kürzer wird, da die Ungeduld steigt.

Eine wirklich gelungene Single ist es geworden, die mit der Akustik-Version von Gravity zudem noch einen ruhigen Gegenpart zur eigentlichen Single setzt. Eine gefühlvolle Ballade mit gezupfter, klarer Gitarre, Piano und melancholischem Gesang.

Kurzum eine gelungene, die Spannung erhöhende, Vorab-Single mit Gänsehaut-B-Seite. Sehr gute Arbeit!

Weitere Artikel
Rezension: Blek le Roc – We Just Met / Punk Floyd
Rezension: Blek le Roc – Blek le Roc

Homepage: www.blekleroc.com
Facebook: www.facebook.com/pages/Blek-le-Roc/139808389473918
Twitter: www.twitter.com/bleklerocband

Text: Marius Meyer