Auf seinem neuen Album „tee-matisiert“ – Verzeihung, Matthias Schrei aka Blockflöte des Todes, aber wer sein Album nach einem so schlimmem Wortspiel benennt, darf sich nicht wundern, wenn er das wiederkriegt – wieder mal einiges. Aber der Rest des Albums ist im Gegensatz zum Titel mal wieder sehr schön arrangiert und auch sehr witzig. Der Chemnitzer ist in seinem Element und blödelt, was das Zeug hält. Etwa in Mango, wenn die „Blockflöte“ zu einem Bossa Nova-Rhythmus, der stimmlich an Peter Licht oder Funny van Dannen erinnert, kalauert: „Mampfe Mango mit mir, Mango Mango die ganze Nacht, weil die Mango uns glücklich macht“. Aber Herr Schrei ist ruhiger geworden, ist er doch vor kurzem Vater einer Tochter geworden, der er einige Lieder gewidmet hat.

In I kissed a boy singt Schrei, dass es egal ist, ob man Frau und Frau ist oder Mann und Mann bevorzugt, bevor er dann wieder in Mein Blog einige Wortwitzeleien wie „My Homepage is my castle“, „Ich habe Facebook ausgelesen“ oder „Ich wiege 7500 Instagramm“ raushaut. Aber wer Sätze wie „Das Knistern zwischen uns ist nur die Zeitung“ im Repertoire hat, dem ist alles zuzutrauen.

Nicht nur Blödsinn, sondern auch einige interessante Tipps für das Leben mit Partner und Kind gibt es von der Blockflöte des Todes. Musikalisch ist das auch ganz hervorragend, was an Schreis hervorragender Begleitband liegt. Paul Fischer (Schlagzeug), Torsten Wiegel (Bass) und Konstantin Wecker Intimus Jo Barnickel (Rhodes E-Piano) spielen einen schönen Mix aus leichtem Jazz, Country, Bossa Nova und HipHop.

Dazu gesellen sich Gastsängerinnen wie Soul-Sängerin Miu oder Larissa Pesch. Also einen Earl Grey aufbrühen und genießen, aber erst ziehen lassen.

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Text: Dennis Kresse