American Folk Armageddon. Das ist mal ein Titel. Einen Brachial-Ausbruch gibt es aber nicht, dennoch steigt Brett Newski auf seinem Album sehr offensiv ein mit den ersten Klängen von Dirt. Ein rauer Folk-Klang leitet ein, aber man merkt bereits beim folgenden Vs. The World, dass da weitaus mehr dahintersteckt. Eine gewisse Sprödheit spielt zwar schon mal mit, aber insgesamt sind es doch eher die einfühlsamen Folk-Klänge, die uns Brett Newski hier präsentiert. Das macht er auf seinem Album deutlich, bei dem vor allem der American Folk aus dem Albumtitel der wichtige Bestandteil ist.

Das Armageddon, das im Titel folgt, ist hingegen vor allem wortgewaltig, wobei man dem Musiker bei der Qualität, die er auf seinem Album bietet, tatsächlich wünschen möchte, dass das Album eben sehr gut einschlägt. Stücke wie He Will Be Better If We’re In It Together zeigen das mit ihrem von der Gitarre getriebenen Folk sehr deutlich. Selbst eine Botschaft wie We Are All Fucked schafft Brett Newski mit einem melancholischen Folk-Stück mit teils rauer, aber dennoch harmonischen Gitarre, sehr eingängig rüberzubringen.

Ein wirklich gutes Album für Freunde der verschiedenen Folk-Spielarten, es seien hier mal Namen wie Tom Petty, Frank Turner, Johnny Cash, Elliott Smith, Violent Femmes, Chuck Ragan, Ben Kweller und ein gewisser Bob Dylan genannt, das uns Brett Newski mit American Folk Armageddon im späten 2014 präsentiert.

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Text: Marius Meyer