Musik-Genres diversifizieren sich immer weiter und irgendwie scheint es auch logisch, diverse Subgenres, die alle mal einen gemeinsamen Ursprung hatten, zu verbinden. Genau das tun auch Broken Down auf ihrem Debütalbum First Spit, das nicht mal eine halbe Stunde andauert, aber durchaus einen Einblick in die Kreativität der Band zulässt. Musikalisch bewegt man sich dabei sowohl im Doom Metal als auch im Thrash, Desert Rock, Southern Rock oder auch Punkrock. Das Ergebnis ist dann ein sehr heterogenes Klangerlebnis, das weniger so wirkt, als hätte man die Genres miteinander verwoben, sondern mit dem Vorschlaghammer und Sekundenkleber zum Zusammenhalten gezwungen.

Dabei ergeben sich immer wieder Überraschungen, wenn auf einmal einzelne Lieder wie A Pill Hard To Swallow ihre Richtung ändern. Aber genauso überrascht How Could It Be mit elektronischen Klängen und langgezogenen Gitarren. Allerdings gibt es mit Doom dann auch ein Stück, das fast schon unfreiwillig komisch wirkt, wenn mantra-Artig dauernd der Titelsong wiederholt wird – und das an Blue von Eiffel 65 erinnert. Ob das wirklich sein musste, darüber kann man geteilter Meinung sein.

Untern Strich ist First Spit ein durchaus solides Album geworden, bei dem die einzelnen Elemente aber noch nicht miteinander so zusammenspielen, wie sie sollten. Ob Absicht oder nicht: Das macht das Album sowohl spannend als auch mitunter zur selben Zeit etwas nervig. Wer aber kreative Musik mag, der ein gewisses Chaos innewohnt, wird das Album mögen.

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Text: Tristan Osterfeld