Er sieht immer noch beneidenswert gut aus, dieser Bryan Ferry, der nun auch schon mit großen Schritten auf die 70 Jahre zugeht. Aber einmal Beau immer Beau – und so ist es keine Überraschung, dass uns der im Jahre 2011 von der Queen zum Commander of the British Empire ernannte Sänger mit einer ansehnlichen Begleitband und Backing-Sängerinnen und einer Keyboarderin, die auch auf einem der Roxy Music Cover hätten sein können auf Nuits de Fourviére – Live in Lyon einen Rückblick auf 40 Jahre Ferry bietet. Der Salonlöwe Bryan Ferry, hier als alternder graumelierter Herr, hat einen wunderbaren Auftritt abliefert und zeigt dabei nicht nur Stil, sondern auch immer noch eine charismatische Stimme.

Aufgezeichnet am 25. Juli 2011 im altehrwürdigen Amphitheater der französischen Stadt Lyon singt sich Bryan Ferry durch die zahlreichen Stationen seiner denkwürdigen Karriere. Es kommen die Roxy Music-Klassiker wie Love is the drug oder Oh Yeah genauso zum Einsatz wie Solonummern wie Slave to love. Aber dass Ferry ein exzellenter Interpret von Songs der größten Songwriter aller Zeiten ist, das beweist er wieder mal eindrucksvoll.

Songs wie Like a hurricane von Neil Young, Just like Tom Thumb’s Blues und All along the watchtower von Bob Dylan oder die John Lennon-Hommage Jealous Guy werden von ihm ebenfalls dargebracht.

Natürlich kann man auf Live in Lyon auch einige Songs der letzten Bryan Ferry Veröffentlichung Olympia hören, wie You can dance oder Alphaville. Darüber hinaus kann der Ferry-Fan auf dieser lohnenswerten CD, die auch als DVD und als exklusive Packages inkl. Hardcover mit Blu-ray oder DVD plus CD erschienen ist, noch ein sehr erwähnenswertes Bonusprogramm sehen.

The Making Of Olympia ist eine Dokumentation über die Aufnahmen des Olympia-Albums mit bislang unveröffentlichten Interviews und Auftritten von Nile Rodgers, Dave Stewart, Marcus Miller, David Gilmour, Flea und The Scissor Sisters.

Chapeau, wie man in Frankreich sagt.

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Text: Dennis Kresse