Warum in die Ferne hören, wenn das Gute so nahe liegt: Dass mitreißender Indie-Pop nicht nur von der Insel, sondern auch aus Leipzig kommen kann, haben Choirs bereits 2011 mit ihrer EP The Plain Living, inklusive dem überragendem Song She Keeps Dancing, bewiesen. Nun veröffentlicht das Quintett mit Segments sein Debütalbum und setzt damit noch einen drauf. Das Erstwerk der Sachsen überrascht mit konstant hoher Qualität und mehr als einer Handvoll Ohrwürmer. Für die Produktion konnten die fünf jungen Herren Christoph Hessler (Xavier Naidoo) gewinnen, das Mastering hat Marko Schneider (U2, Phil Collins, Herbert Grönemeyer) übernommen.

Mit Almost Love startet Segments mit einem der (wenn nicht sogar dem) stärksten Songs des Albums. Was zunächst zurückhaltend beginnt, schwingt sich schnell zu einer druckvollen, packenden Nummer auf, die – wie der Großteil von Segments – auch noch äußerst tanzbar ist. Aber Choirs können es auch entspannter, wie Lens Flare und die Ballade Thrill beweisen. Sänger Lukas Steinbrecher brilliert sowohl bei den schnellen als auch bei den langsameren Tracks. Auch seinetwegen liefern Choirs ein beachtliches Debüt ab, mit dem die junge Band sogar zu mehr als einem Geheimtipp in der deutschen Indie-Landschaft werden könnten. Segments erlaubt sich keine einzige schwache Minute und überzeugt auf ganzer Linie.

Homepage: www.choirs-band.com
Facebook: www.facebook.com/choirsband

Text: Martin Zenge