Ein forscher Auftakt, der einem Aufruf gleicht. Diese Frau gehört nicht der „Generation Blöd“ an, sondern Cynthia Nickschas aus Bonn möchte was verändern und die herrschende Sturheit in den Köpfen beseitigen. Ist ja alles gut gemeint, aber sie erinnert an einen weiblichen Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpfte und den Kampf kann man auch dann nicht gewinnen, wenn man die Unterstützung des Altmeisters Konstantin Wecker hat und auf dessen Label veröffentlichen darf. Da hilft auch die Rockröhre nicht, die an Janis Joplin oder Fleetwood Mac-Sängerin Stevie Nicks erinnern soll, aber es leider nicht schafft. Gepresst und laut und bisweilen auch einfach nervig klingt die Stimme von Frau Nickschas.

Die Lyrics sind direkt und deutlich und haben auch Witz, aber das, was Frau Nickschas an Problemen hat, erinnert eher an einen Teenie in der Pubertät als an eine 25-jährige Erwachsene. Stichwort „Gedankensalat in der Pfanne gebraten serviert, als Souflé“, etc. Da fragt man sich als einigermaßen gebildeter Mensch: „Wie bitte?“

Aber ansonsten gilt: lobenswerte Absichten, erschreckend amateurhaft umgesetzt. Dabei würde man eine Cynthia Nickschas so gerne so richtig gut finden, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Homepage: www.cynthiaandfriends.de
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Text: Dennis Kresse