Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen, das war Danni Lowinski. War, denn: Mit Staffel Nummer fünf wurde das große Finale der Serie eingeläutet. Das Finale einer Serie, die es von Anfang an geschafft hat, mit einem ur-eigenen Humor zu begeistern und nebenher so einige Besetzungswechsel problemlos kompensieren konnte, ohne dabei Zuschauer oder positive Kritiken einzubußen. Der Weg der Anwältin mit dem Klapptisch zum eigenen Büro wurde immer wieder ansprechend inszeniert und mit absurd wirkenden Fällen gewann Danni in der Rolle der Underdog-Anwältin immer wieder die Sympathien der Zuschauer. Auch in der fünften Staffel gelingt das super, obgleich sich erneut viel getan hat.

Danni hat jetzt ein Kind, das von seiner Freundin Bea ausgetragen wurde und von einem Vater, der abgehauen ist, stammt. Die Wohnung ist nun ein – für Dannis Verhältnisse spießig wirkendes – Reihenhaus gemeinsam mit Vater Kurt, Bea und dem Kind. Und natürlich: die Männer. Richter August, Unterweltkönig Pit, dazu noch Gastauftritte von Oliver Schmidt, besagter Anwalt „von oben“, aus der Kanzlei, der allerdings auch nicht bis zum Ende der Staffel dort Anwalt ist. Dies aber würde zu tief in die Handlungsstränge gehen – hier soll schließlich nicht „gespoilert“ werden.

Absurd sind nicht nur die Fälle, auch die Konstellation rund um die Familie Lowinski sorgt immer wieder für Erheiterung, auch dann, wenn zum Ende der Staffel hin auf einmal Dannis Mutter wieder auftaucht und Kurt sich an der Familie Lowinski erfreut. Aber auch das Reihenhaus-Idyll hat nicht lange Bestand. Danni macht zwischenzeitlich große Verluste, es geht wieder zurück in die Hochhaus-Siedlung und Danni muss sogar kurzzeitig wieder als Friseurin arbeiten.

In all den Fällen und Folgen sind immer wieder die Darsteller ein großer Gewinn. Es sind durchweg authentische Rollen, die man den Darstellern – trotz aller Skurrilität – abnimmt, die in ihrer Gesamtheit zudem weit mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile ist. Dazu kommen Gaststars wie Oliver Wnuk, Helmut Zierl, Ester Schweins, Berhard Hoëcker und viele andere, die den einzelnen Folgen jeweils einen besonderen Touch geben.

Es ist eine Serie, die eine besondere Einzigartigkeit aufweist, die sich auch dadurch belegen lässt, dass es inzwischen zahlreiche Adaptionen gibt. Schade, dass es die letzte Staffel ist. Mit dieser aber gibt es dafür ein furioses Finale, das sich definitiv lohnt, im Blu-ray-/DVD-Regal stehen zu haben.

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Text: Marius Meyer