Das Kopenhagener Duo Darkness Falls veröffentlicht im Frühjahr diesen Jahres mit Dance and Cry den Nachfolger zu Ihrem Debutalbum Alive in us. Josephine Philip und Ina Lindgreen legen 11 Elektro-Pop-Tracks vor, die mit kühler Schönheit zwischen dem Wave der 80’er und dem Elektro der 2010’er changieren und ein ästhetisch-melancholisches Klangbild schaffen. Fixpunkt ist der glasklar-melancholische Gesang. Darkness Falls schaffen elektronische Klangwelten, in denen Sounds geschichtet und Beats mit Feingefühl aufgebaut werden. Direkt mit dem Opener Night Games wird die Messlatte mit einem atmosphärisch-dichten Track hoch gelegt, der exemplarisch für das ganze Album steht. Dramatisch wird der fast zur Stille gekommene Song wieder aufgebaut.

The Answer erinnert im Basslauf an die frühen Cure und kreiert eine kühle Düsternis. In den folgenden Songs zeigen Darkness Falls, dass sie sich in ihrer Art Musik zu schreiben, keine Grenzen setzen. Sie bleiben zwar ihrem Stil des Indie-Elektro-Pop treu, fügen aber immer wieder neue Instrumente ein, wie vibrierende Gitarren, welche die wabernde Atmosphäre unterstützen, ohne dass sie aus dem Klangbild herausfallen. Dance and Cry überzeugt mit einem prägnanten und eingängigen Refrain.

Golden Bells kommt getragen daher und baut pathetische Soundwände auf, ohne ins Kitschige abzudriften. Die Akustikgitarre im ruhigen Zwischenpart ist auch hier perfekt in das elektronische Gewand der Songs integriert. Der Song beginnt den getragenen Teil des Albums. Darkness Falls greift die ruhige Stimmung auf und führt uns in eine Welt aus Cocteau Twins und Goldfrapp.

My father told me ist vielleicht einer der besten Tracks des Albums. Treibende Beats, eine melancholisch-verträumte Melodie, Synthie-Klänge und Soundwände formen einen unaufhörlich nach vorwärtsschreitenden Song, der einen voll und ganz einnimmt. Thunder Roads beschließt Dance and Cry mit klassischem 80’er Elektro im Stile von den frühen Depeche Mode oder Anne Clark. Dosig-klingende Beats klingen neben einer düsteren Synthie-Melodie. Eine curesque Gitarre umspielt die Melodie.

Dance and Cry ist eine tolles Zweitwerk, das nicht nur dem Fan elektronischer Klänge gefallen wird, sondern auch solchen, die gerne in kühl-melancholischen Tracks schwelgen und sorgsam arrangierte Songs mögen, die feinfühlig aufgebaut werden.

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Text: Thorsten Lühl