Hinter Dauner // Dauner verbergen sich beinahe acht Jahrzehnte musikalische Hochkultur und Erfahrung. Und natürlich verbirgt sich hinter dem leicht repetitiv anmutenden Künstlernamen niemand geringeres als der deutsche Pianist, Filmmusikkomponist sowie Jazzrockpionier Wolfgang Dauner, der zusammen mit seinem Sohn Flo, der sich wiederum als unglaublich versierter Schlagzeuger im Liveprogramm der Fantastischen Vier bewährte, zehn Jazzkompositionen interpretieren und spielen. In Triobesetzung, zumeist unterstützt von Bassist Dieter Ilg, stehen sowohl rockige Fusionstücke, als auch herkömmliche Jazzpassagen auf dem Programm.

Von letzterem zeugt direkt Elf Notizen, bei dem sich das Gespann als durchaus kompetent und selbstbewusst gibt und sie knappe sechs Minuten lang in bester Swingmanier durch einige Themen manövrieren. Natürlich darf auch das obligatorische Solieren nicht fehlen; selbst Ilg kommt hier zum Zuge. Die leider nur teilweise vorhandene Individualität wird leider auch durch einige atmosphärische Passagen, in denen Dauner senior mit Synths experimentiert, nicht gesteigert. Dafür bleibt die Musik zu ausdruckslos, die Kanten zu glatt und nur allzu leicht verkommt das Album zur bloßen Hintergrundbeschallung.

Dass sich das Vater-Sohn-Gespann das Beste für den Schluss aufgehoben hat, mag ein cleverer Schachzug gewesen sein. Zwiegespräch featured niemand geringeren als Eberhard Weber an der Bassgitarre, der sich obendrein als Co-Komponist, neben seinem langjährigen Weggefährten Wolfgang Dauner, verantwortlicht zeichnet. Hier wechseln sich unterschiedliche Klangspektren stimmig und geschmackvoll ab. Ansonsten bleibt das Tondokument der familiären Aufnahmesessions leider eher hinter seinen Möglichkeiten zurück. Hier hätte etwas mehr Mut zu Experimenten geholfen. Schade!

Homepage: www.dauner-around.de

Text: Fabian Broicher