Psithurisma – was heißt das überhaupt? Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Blätterrauschen“. Okay, das erklärt dann auch direkt das Blatt auf dem Albumcover. Tatsächlich aber passt der Name recht gut, denn die Musik von DAWA ist manchmal ruhig und steigert sich dann in schnellere Passagen, nie lange auf dem gleichen Level sondern stets abwechslungsreich. Die österreichische Band hat sich mit dem Nachfolger zu ihrem Debut This Should Work ein Stück weiterentwickelt, statt nur zweistimmigem Gesang, einem Cello, Cajon und einer Gitarre wurde jetzt stellenweise auch mit neuen Instrumenten experimentiert und sogar mit elektronischen Klängen.

Diese geben dem Quartett einen abgerundeten Sound, der an sehr vielen Stellen (gerade was die Stimme des Sängers angeht) an Ben Howard erinnert, sich aber gleichzeitig auch in einem gesunden Maße vom bekannten Singer-Songwriter unterscheidet. Acoustic Folkpop, so bezeichnen sie ihre Musik und das kann man auf jeden Fall so stehen lassen. Psithurisma ist ein Album, das nach modernem, leicht alternativem britischem Pop klingt, vom Opener Psithurisma, ruhig und melancholisch, über das melodisch-leichte Lied A Journey, Saloon, in dem es wilder und schneller zugeht, bis zum gefühlvollen Duett Owe You, das den Schlusspunkt des Albums setzt. Sehr facettenreich, experimentierfreudig, und doch lehnen sich DAWA nie zu weit aus dem Fenster.

Fans von leichtem, teilweise dunklem Akustikpop wie Ben Howard oder Angus & Julia Stone sei das neue Album von DAWA wärmstens ans Herz gelegt.

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Text: Alexander Mann