Im Rahmen der Archiv-Arbeiten rund um Deep Purple haben wir es dieses Mal mit den ersten drei Studioalben der Hardrocker zu tun. Diese bei den musikhistorisch bewanderten als „Mark I“ bekannt gewordene Formation bestand aus Sänger Rod Evans, Gitarrist Ritchie Blackmore, Schlagzeuger Ian Paice, Bassist Nick Simper und Jon Lord an der Hammond Orgel. Nun erscheinen die Alben Shades of Deep Purple, The Book of Taliesyn und Deep Purple in einer Box aufgeteilt in die beiden ersten beiden Alben in eine Mono- und eine Stereo-Version unterteilt und bei Deep Purple um sieben Bonus Tracks erweiterte Version.

Man spürt auf Shades of Deep Purple aus dem Jahre 1968 noch die Verehrung der Musiker für Psychedelic-Klänge von Jefferson Airplane oder Keith Emerson und somit ist es kein Wunder, dass Hush von Joe South als erste Single ausgewählt wurde, aber auch die Versionen von Help oder Hey Joe machen sich hervorragend im Psychedelic-Sound.

The book of Taliesyn enthält wie auch der Vorgänger einige Coverversionen, wie etwa Kentucky Woman von Neil Diamond, River Deep, Mountain High, das in der Version von Ike & Tina Turner zu einem großen Hit wurde, und eine wundersame Symbiose aus Beethoven und den Beatles – dieses Exposition/We can work it out sollte schon früh die Verbindung zwischen Klassik und Bandgefüge zeigen, die Jon Lord Jahre später beim Concerto for Group and Orchestra perfektionieren sollte.

Deep Purple als drittes Album schließlich war das letzte Album für Sänger Rod Evans und Bassist Nick Sniper, die durch Ian Gillan und Roger Glover ersetzt wurden, die trotz kleinerer Unterbrechungen auch heute noch Mitglied von Deep Purple sind. Es beinhaltet nur noch eine Coverversion Lalena von Donovan und sonst nur noch Kompositionen von Deep Purple. April kommt mit epischen zwölf Minuten daher und hat schon den legendären „Orgel trifft Hardrock-Gitarre“-Sound, mit der die britische Band noch viele Erfolge sammeln würde.

Abgerundet wird die Box durch zahlreiche Alternativ-Versionen und Outtakes. Es muss ja nicht immer Smoke On The Water sein.

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Text: Dennis Kresse