Es ist wieder soweit: Albin Julius und seine Band Der Blutharsch and the infinite Church of the leading Hand laden zu einem neuen Ausritt ein. Und weiterhin bewegt man sich in psychedelischen Gefilden der Rockmusik, wobei man – wie gewohnt – wieder die eigene Herangehensweise an diese Musikrichtung nimmt. Da sind wieder die zahllosen Ebenen, auf denen immer irgendwas geschieht, ob nun Orgeln, flirrende Synthies oder eben Gitarren. Wie immer muss man sich als Hörer durch ein Dickicht an Klängen kämpfen. Allerdings ist es diesmal deutlich leichter, sich in diesem zurechtzufinden, denn man geht deutlich songorientierter und friedlicher zur Sache als noch auf dem Vorgänger.

Ein eingängiges Album der Band? Ja, dennoch eines, das nicht ohne Überraschungen ist. Denn trotz der Eingängigkeit erwartet einen keine leichte Kost. Schon der rituelle Einstieg überzeugt, genauso wie das wummernde Falling out of Time. Mighty might hat dagegen starke 80er-Einflüsse und Cold Freedom wirkt so kalt und distanziert, dass es eine Freude ist. Hier ist zudem wie an einigen anderen Stellen Matt Howdens Geigenspiel zu hören, das sich perfekt einfügt. Was auffällt ist, dass fast durchgehend Marthynna mit ihrem Gesang präsent ist. Männliche Stimmen sind so gut wie nie zu hören, aber das sorgt dann noch einmal dafür, dass das Album von einem roten Faden durchzogen ist.

Wer die Band bislang nicht kannte, bekommt nun ein Album, das den Einstieg in den Kosmos dieser Band durchaus erleichtert und sich danach durch die – inzwischen auch nicht mehr ganz so – jüngere Diskographie arbeiten kann. Der Rest weiß, dass man sich auf die Band noch immer nicht verlassen kann und Erwartungen umgeschmissen werden und man letztendlich immer positiv überrascht wird – und das ist mit Joyride wiederum gelungen.

Homepage: www.derblutharsch.com
Facebook: www.facebook.com/pages/Der-Blutharsch-and-the-infinite-church-of-the-leading-hand/112227928849449

Text: Tristan Osterfeld