Seit 2010 melden sich Die Krupps auch endlich mit Veröffentlichungen wieder – und in was für einem Tempo: Erst 2013 erschien The Machinists of Joy und knapp anderthalb Jahre später kommt nun der nächste Teil der Metal Machine Music-Reihe. Und was für einer, denn mit V geht man komplett zurück zu den Wurzeln aus Industrial und E-Gitarren. Schon das Intro Die Verdammten, das so postapokalyptisch wirkt wie auch das CD-Cover, lässt einen vor Vorfreude erstarren, bevor dann auf dem Rest des Albums von Erstarren keine Rede mehr sein kann. Im Gegenteil ist an Stillstehen oder -sitzen dann auch nicht mehr zu denken.

Denn man lässt ein Feuerwerk los, das den alten Metal-Sound wiederbelebt. Allein Battle Extreme zeigt, wie viel Kraft die Band noch immer in sich trägt, wenn brachiale Riffs und ächzende Maschinen-Sounds aufeinandertreffen. Aber selbst wenn es ruhiger wird, wie bei Vampire Strikes Back, das sich vom Tempo her im Mittelfeld aufhält, zeigt man seine ganze Stärke und auch wenn man sich auf seine Ursprünge besinnt, gibt es noch diverse schöne Ideen, wie Road Rage Warrior, das noch ein paar Country-Einflüsse in sich trägt, während mit Volle Kraft voraus nochmal Bezug auf die eigene Thematisierung von Industriekultur genommen wird.

V ist ein Album, das im Grunde so klingt wie die andere Teile der Reihe, auf den man sich aber dennoch freut, weil diese Musik nicht nur immer gut war, sondern hier noch gereifter und runder daherkommt. Was will man da noch mehr?

Auch auf Tour ist die Band aktuell zu sehen. Die Daten:

09.09.2015 München, Kranhalle
17.09.2015 Krefeld, Kulturfabrik
18.09.2015 Schiffweiler, Tanzritual Festival
19.09.2015 Berlin, K17
30.09.2015 Hamburg, Knust

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Rezension: Die Krupps – The Machinists Of Joy

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Text: Tristan Osterfeld