Endlich ist er da: der Nachfolger zu Django Djangos überragendem Debut! Und, hat das Album das Potenzial, die Band aus Edinburgh fest zu etablieren? Kurzum: Ja! Zwar ist Born Under Saturn noch mehr als sein Vorgänger ein „Grower“, braucht also mehr als nur einen oder zwei Durchläufe, um echt zu gefallen, dafür muss man aber auch einräumen, dass die Erwartungen an LP Nummer zwei mehr als hoch waren und doch haben Django Django alles andere als enttäuscht. Die Truppe ist ihrem Stil treu geblieben, vermischt weiterhin sämtliche Genres zu ihrem Psychedelic Rock, dessen markantester Faktor wohl der durchgehend mehrstimmige Gesang ist.

Schon die erste Single, First Light, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, zeigt Django in ihrer Bestform, ebenso die zweite Vorabsingle Reflections, die im Prinzip nur von einer Pianomelodie und dem altbekannten aber niemals langweiligen Gesangsschema lebt. Allerdings gibt es hier etwas Neues: Ein Saxophonsolo! Zwar erstmal ungewöhnlich, fügt sich dieses jedoch erstaunlich gut in den ansonsten elektronischen Rahmen ein. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, da sich die Band laut eigener Aussage damit zufrieden gegeben hat, ihren Stil ein bisschen aufzupeppen und, mal ehrlich, wieso auch etwas verändern das so gut funktioniert? Wem das erste Album gefallen hat sei auch der Nachfolger wärmstens empfohlen und der Rest ist jedem selbst überlassen.

Das Cover stammt übrigens von einem Fan der Band, gefunden über Instagram. Die Band (allesamt Kunststudenten) fand die Idee des Weingummis über der sensiblen Zone der Statue so witzig, dass sie kurzerhand fragten, ob sie das Bild für ihr neues Album benutzen dürften. Die Künstlerin wandte allerdings, zunächst verblüfft, ein, dass es doch „gar keine richtige Kunst“ sei (Lustiger Fakt: Hierzulande ist das Bild nicht allzu auffällig, in den USA jedoch wurde sich geweigert, Werbeplakate für das Album u.a. in der New Yorker U-Bahn aufzuhängen).

Wer möchte kann Django Django am 29.05. im Kölner E-Werk im Rahmen des Electronic Beats Festivals live erleben, im Sommer kommen sie dann für zwei Festivals nach Deutschland zurück.

Homepage: www.djangodjango.co.uk
Facebook: www.facebook.com/thedjangos
Twitter: www.twitter.com/thedjangos

Text: Alexander Mann