„Collaborations don’t work“ sangen die Herrschaften von Franz Ferdinand und den Sparks als FFS auf ihrem Debütalbum, aber in diesem Fall hier, ist das auch nicht vergleichbar. 1970 weilte der Pianist, Arrangeur und Bandleader Edward „Duke“ Ellington in Köln und traf dort am 09. Juli, also beinahe genau vor 45 Jahren, auf den jungen Conny Plank, der zu einer Ikone der deutschen Produzenten und Toningenieure wurde. Dieser produzierte nicht zuletzt solche prägenden Bands wie Kraftwerk, Ultravox, Eurythmics, Ideal, Herbert Grönemeyer, Killing Joke und andere Künstler und traf eben auch in den Rhenus Studios in Köln-Ossendorf auf Duke Ellington und sein Orchester.

Diese Sessions erscheinen jetzt auf Grönland Records und enthalten je drei unterschiedliche Versionen von zwei Titeln, nämlich Alderado, eine Swing-Nummer und Afrique, eine eher avantgardistische Komposition. Jeder Take ist unterschiedlich und immer wieder stehen andere Instrumente im Vordergrund, sodass nur noch ein Songgerüst bestehen bleibt. Das ist sehr spannend arrangiert von einem der größten Jazzer, die es je gab.

Wer die Dame ist, die in der dritten Version von Afrique den Gesang übernimmt, bleibt ein Geheimnis und ist genauso mystisch wie die ganze Geschichte des Treffens Ellington und Planks.

Links

www.dukeellington.com
www.connys-studio.de

Text: Dennis Kresse