Eine Band akustisch zu covern, die eher durch pompöse Sounds berühmt ist, das ist schon eine Herausforderung, aber bei der deutschen Pink Floyd Tributband Echoes – benannt, wie sollte es auch anders sein, nach einem Stück der Heroen aus dem Jahr 1971 erschienenen Meddle-Album – funktioniert das Experiment ganz hervorragend. Ergänzt um ein Streicherquartett kann man Frontmann Oliver Hartmann in seinem Element erleben, Hartmann kennt die Livesituationen von seinen Auftritten wie unter anderem Avantasia und der strahlt eine ungeheure Souveränität aus, denn er weiß, dass er sich natürlich auf seine Fähigkeiten und die seiner Mitmusiker blind verlassen kann.

Aufgenommen wurde Barefoot to the moon im altehrwürdigen Stadttheater von Aschaffenburg und der feierliche Rahmen passt bestens zu den ruhigen Klängen, die auch mal, wie etwa beim Intro von Shine on you crazy diamond auf Gläsern ertönen können. Kerzen anstatt Lasershows und Wecker, die als Percussion-Instrumente dienen, sorgen für Begeisterung im Publikum und auch daheim.

Ein Best Of von Pink Floyd, das ohne Synthesizerklänge auskommt, dafür füllen Streicher, Glasharfe und Querflöte den Raum und das tut den Songs wie Money, Another Brick in the Wall oder Comfortably numb auch mal ganz gut, diese Reduktion aufs Wesentliche und so schaffen es Echoes, im Gegensatz zu manch anderer Floyd-Coverband, auch eigene musikalische Nuancen beizusteuern.

Homepage: www.echoes.de/
Facebook: www.facebook.com/Echoes-341827395893071/

Text: Dennis Kresse