Ja, in Ordnung: So richtig originell ist das „ Covern mit Streichinstrumenten bekannter Popnummern“ nicht mehr, seit sich Apocalyptica im Metalbereich und David Garrett im Popbereich da mehr als großherzig bedient haben. Oder wer erinnert sich noch an solche Versuche wie das des Vienna Symphonic Orchestra Projects, die Mitte der 90er mit fragwürdigen Versionen der „besten und beliebtesten Popnummern“ für leichtes Kopfschütteln sorgten? Aber wer wird denn gleich das Album der vier höchst ansehnlichen Damen von Eklipse verteufeln? Es gibt zumindest mal nicht die üblichen Songs, sondern einige Überraschungen zu hören, die man auf den ersten Blick gar nicht unbedingt in einer Streichversion erwarten konnte, wie das höchst vergnügliche The Clash-Cover von Rock the Casbah.

„Sex sells“ ist die Maxime, die auch für die Damen des Quartetts von Eklipse gilt, aber es gibt wirklich Unansehnlicheres als diese vier Protagonistinnen, die zwar ein wenig zu verkrampft auf geheimnisvoll machen, aber das ist wohl das Konzept und soll uns nur am Rande interessieren. Wichtig ist die Musik – und die stimmt, da es sich bei den vier Musikerinnen um absolute Könner an den Instrumenten handelt.

Mit guten Versionen von Teardrop von Massive Attack, I follow rivers von Lykke Li/Triggerfinger oder Until the end of the world von Apoptygma Berzerk machen die Ladies von Eklipse alles richtig und das ohne die befürchtete Peinlichkeit. Ein angenehmes Album mit einigen tollen Nummern.

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Text: Dennis Kresse