Da sind sie wieder. Als sei nix gewesen. Dabei war so einiges – nur eben ohne sie. 2006 veröffentlichten sie den Vorgänger zum nun erscheinenden neuen Album, das sie schlicht nach sich selbst betitelt haben. Und das nach fünf Top Ten-Alben mit dreifacher Pole Position… Dennoch hat man sich für die Pause entschieden und kommt nun nach diversen anderen Projekten, sei es musikalisch oder privat gewesen, wieder. Im Vorfeld wurde mit Refugees bereits eine Vorab-Single veröffentlicht, die verschiedene Facetten der Band vereinte: hymnische Elemente, Rock-Potenzial und ein wenig elektronische Spielereien. Aber auch Neues wurde präsentiert: ein wenig rauer als gewohnt geht es auch immer mal wieder zu.

Aber immer ist dabei deutlich: Embrace sind nach wie vor die, die man kennengelernt und auch in sechs Jahren Pause nicht aus den Augen, bzw. Ohren, verloren hat. Mit Protection eröffnen sie mit neugewonnener Frische ihr neues Album und bauen eine Klangmauer auf, die sich hören lassen kann. In The End zeigt dann, dass die Band nach wie vor rocken kann. Obgleich sie häufig durch Balladen in Erscheinung getreten sind: auch das sind Embrace. Mit einigen Solo-Einsprengseln gehen sie hier gut ins Ohr. Ein so hohes Tempo wie in Self Attack Mechanism ist dabei dann doch irgendwie ungewohnt, passt aber super.

Die Rückkehr ist voll und ganz gelungen, das kann man guten Gewissens konstatieren. Nicht nur Platz 5 in UK ist ein Anzeichen dafür, sondern auch – und vor allem – die hohe Qualität, die sie musikalisch auch auf ihrem sechsten Werk bieten. Jetzt aber bitte nicht noch einmal sechs Jahre warten…

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Text: Marius Meyer