Eines der wichtigsten Duos der 80er/90er Jahre war Erasure. Auf der einen Seite der Soundtüftler Vince Clark, der schon bei Depeche Mode den Grundstein für deren späteren Erfolg stellte und der mit Alison Moyet als Yazoo einen großen Anteil im Erfolg des englischen New Waves hatte und Andy Bell, der der genaue Gegenpol zum eher introvertierten Clarke ist und der auch gelegentlich im Mieder auftrat und ein Charisma und eine Ausstrahlung auf der Bühne hat, die es nicht so häufig gibt. Nun erscheint mit The Violet Flame das neue Erasure-Album und bietet erneut astreinen Synthie Pop, der nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Die Stimme Bells klingt noch genauso klar und stark, wie sie es bei den Hits Sometimes, Oh L’amour und A Little Respect vor fast 30 Jahren war.

Die Songs sind wunderbar arrangiert, erinnern an die guten alten 80er und man hat schon nach dem ersten Hören von Elevation oder Reason einen Ohrwurm, der sich beharrlich festsetzt davongetragen. Klar, neu ist das alles nicht, aber wer erwartet schon ein Reggae-Album von AC/DC?

Aber dennoch wäre es falsch, dass neue Erasure-Album als ewig gleichklingenden Synthiepop abzustrafen, eine der spannendsten Nummern ist Smoke and Mirrors, der sich bis zum dramatischen Höhepunkt langsam aufbaut.

Wer das ungleiche Duo live sehen möchte, der soll sich hier einfinden:

04.12.2014 Köln, Palladium
05.12.2014 Dresden, Schlachthof
07.12.2014 Hamburg, CCH1
09.12.2014 Berlin, Columbiahalle

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Text: Dennis Kresse