JJ Cale galt als öffentlichkeitsscheu und jemand, dem sein Erfolg regelrecht unangenehm war und der eher seine spartanisch arrangierten Songs von anderen zu Hits machen ließ. Cocaine wurde ein großer Hit für Eric Clapton, der sich auch After Midnight zur Brust nahm und auch andere Interpretationen der Songs vom JJ Cale wurden zu Erfolgen für andere Künstler. Sein mit Clapton 2008 aufgenommenes Album Road to Escinado, für das beide einen Grammy erhielten, gilt als wegweisend. Höchste Zeit also, einen Mann zu ehren, der 2013 überraschend einem Herzinfarkt erlag.

Eine Hommage an JJ Cale von einigen der ganz Großen. Neben Eric Clapton, dem es eine Herzensangelegenheit war und der mit Hilfe von Mark Knopfler, Tom Petty, Willy Nelson, John Mayer und Don White beweist, warum JJ Cale einer der wichtigsten Vertreter des Tulsa-Sounds war, jener Mischung aus Blues, Jazz und Country, die diese zeitlose Musik verbindet.

Eine Ehrerbietung, die dazu führen sollte, sich auch mal die Originale von Nummern wie Call me the breeze, Lies, Don’t wait oder anderen anzuhören.

JJ Cale: www.jjcale.com

Text: Dennis Kresse