Was mag einen bei dem Cover nur erwarten? In jedem Fall düstere Musik, die von rituellem Industrial zu Gothic oder Metal sehr vieles sein kann, doch wichtiger noch ist die Frage: Kitschig oder unkitschig? Dann liest man die Beschreibung, die von düsteren Popsongs erzählt und den Rezensenten graust es, denkt man zurück an Bands wie E Nomine oder deren aktuelles Projekt Schlafes Bruder… Oder anderen Grausamkeiten, die durch eine unheilige Verbindung von Gothic und Pop entstanden. Genau die Momente, in denen man sich eigentlich nicht traut, die Play-Taste zu drücken. Doch dann kommt alles anders und man stellt fest: Eternal Death machen wirklich alles richtig, was bei einer solchen Symbiose wichtig ist.

Musikalisch hört man stets unterkühlte elektronische Klänge, die fast durchgehend tanzbar sind und zwischen Elektro, Wave und elektrischer Popmusik schwanken. Der weibliche Gesang hallt zwar und klingt stark nach Auto Tune, aber selbst hier zeigt sich, wie gut so etwas klingen kann. Denn die Stimme ist trotz Pop-Appeal angenehm unterkühlt und unterstreicht nochmal den düsteren Anstrich sehr gekonnt.

Einzelne Lieder herauszugreifen erübrigt sich eigentlich, da die einzelnen Stücke, die jeweils nur ein Wort als Titel haben, sich dann doch sehr ähnlich sind. Musikalisch erlebt man jedoch einen Grenzgang, wie er so gut selten geklungen hat.

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Text: Tristan Osterfeld