Wenn man die neue CD des Quintetts F.R.E.I. einlegt verzieht man erst einmal das Gesicht, falls man nicht gerade auf Trash-Pop steht. Und das Wort Trash ist hier leider wörtlich zu nehmen. Als Vorband von unter anderem Unheilig und PUR getourt weiß man sofort, was hier zu erwarten ist, eingängige Elektroband und Texte die versuchen, längst ausgelutschte Themen aufzuwärmen und lyrisch dabei versagen. Die Band selbst schreibt auf ihrer Website, ihre Texte seien „Deutsch, unprätentiös, mit Worten, die jeder versteht, Emotionen, die jeder erlebt, und Bildern voller Kraft und Poesie“. Na gut, so kann man es natürlich auch beschreiben.

Die Überraschung folgt jedoch auf dem Fuße: Das Album stieg sofort auf Platz 24 der deutschen Alben-Charts ein. Ist also ihr Metro-Pop doch gar nicht schlecht und das alles hier nur eine einzelne, nicht repräsentative Meinung? Muss ja sein, immerhin spricht der Erfolg der Band für sich. Fans der Bands Unheilig, PUR oder auch Stereolove sei Showtime hiermit dann auch wärmstens ans Herz gelegt, doch Leute die mit dieser übereinprägsamen Richtung des Pop nichts anfangen können sollten tunlichst die Finger von diesem Werk lassen, es besteht immerhin die Gefahr von Ohrwürmern die einem den ganzen Tag versauen können.

Es heißt also: Showtime ist zweifellos ein polarisierendes Album, entweder man liebt es oder man hasst es, das sollte jeder für sich selbst entscheiden, und zu diesem Zweck gibt es ja das Internet, in dem man sich eine Kostprobe holen kann. Und es ist zumindest klar, dass man kaum eine Minute hören muss um zu wissen, wie sich das Album verhält. Doch der kommerzielle Erfolg gibt F.R.E.I. ganz offensichtlich Recht.

Homepage: www.f-r-e-i.com
Facebook: www.myspace.com/frei.musik
Twitter: www.twitter.com/FREIKanal

Text: Alexander Mann