Er war ein streitbarer und sehr launischer Charakter, jener Olufela Olusegun Oludotun Ransome Kut, der als Fela Kuti und mit dem von ihm gegründeten Afro Beat die Welt verändert hat. Jetzt anlässlich seines 75. Geburtstag wird dem am 02. August 1997 in Lagos verstorbenen Nigerianer ein Denkmal gesetzt. Was der Saxofonist und Bandleader zu Lebzeiten aufnahm, wurde auf mehr als 50 (!) Alben verewigt, sodass eine Auswahl des Jahrhundertmusikers sehr schwierig ist und auch nicht allem gerecht werden würde. Neben den 46 Re-Releases des Fela Kuti erscheint mit The Best Of The Black President II auch ein Best Of des 1997 an AIDS verstorbenen Ausnahmemusikers.

Mit den gewohnt ausgeschmückten Klängen, die den Afro Beat so berühmt gemacht haben, begeistert der „Black President“ hier auf ganzer Linie. Songs, die manchmal so lang waren, dass man nur eins der Stücke auf eine LP Seite pressen konnte, das ist der Grund, dass sich auf der Doppel-CD auch „nur“ 12 Stücke befinden, wobei man nie sicher sein konnte, wie viel da reine Jamsession war und wieviel im Vorfeld geplant war.

So sind die Stücke immer über 10 Minuten und das längste mit 16:41 ist das in dieser Version bislang unveröffentlichter Sorrow, Tears and Blood, in dem er über den Soweto-Aufstand in Südafrika aus dem Jahre 1976 sprechsingt.

Eine Werkschau über einen der ganz Großen, der mit dem Afro Beat und seiner Band Africa 70 Musiker von Brian Eno über Kraftwerk bis hin zu Blur-Frontmann Damon Albarn beeinflusst hat.

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Text: Dennis Kresse