Nein, eine Supergroup im herkömmlichen Sinne sind die Jungs von Franz Ferdinand aus Schottland und die Sparks aus Los Angeles eher nicht. Aber was sich die beiden Bands aus unterschiedlichen Generationen von Musikern auf ihrem Debütalbum ausgedacht haben, das vereinigt einige der großen Momente der beiden. Man nehme also das Beste des Bruderpaares Ron und Russel Mael alias Sparks und rühre das zusammen mit dem Kunststudenten-Pop von Franz Ferdinand und das Ergebnis ist sehr schmackhaft. This town ain’t big enough for the both of us trifft auf Take me out und dieses Resultat ist zwar weder die Erfindung eines neuen musikalischen Genres noch eine musikalische Revolution, aber es ist genau das dabei herausgekommen, was man sich vorstellt – und das sorgt für strahlende Gesichter.

Es stellt sich ein enormes Glücksgefühl ein, wenn man hört, wie die Synthie- und Glam Rock-Töne der Mael-Brüder auf den Art Pop von Franz Ferdinand treffen, ohne sich gegenseitig weh zu tun. Bei Songs wie Johnny Delusional oder Call Girl hat man das Gefühl, die Stücke seit Jahren zu kennen und singt beinahe mit und auch wenn sich ein Song wie Collaborations don’t work auf FFS befindet, das ist reines Getue, die Zusammenarbeit zwischen Sparks und Franz Ferdinand geht voll auf und das wird auch auf ganzer Länge nicht langweilig.

Bis zu den Konzerten am 01.07. in Köln und am 12.09. beim Lollapalooza in Berlin kann man auch die ungemein ins Ohr gehenden Refrains mitsingen. Was ein Spaß!

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Text: Dennis Kresse