Auch wer von Fiona Bevan noch nichts gehört hat, könnte unter Umständen schon was von Fiona Bevan gehört haben. Klingt komisch, ist aber so. Gemeinsam mit Ed Sheeran hat sie das Stück Little Things geschrieben, das One Direction einen weltweiten Hit bescherte. Die musikalische Verwurzelung der in Suffolk gebörenen Sängerin liegen allerdings weit länger zurück. Ihre Eltern sagen früher gerne Lieder aus Schwarz-Weiß-Filmen und lauschten den Klängen von Cole Porter und Doris Day. Beatles, Hendrix und co. kamen erst im Alter von 15 Jahren, aber Fiona Bevan suchte sich ihren eigenen Weg, ihre Stimme angemessen zu nutzen. Und diesen nennt sie „Pop in disguise“.

Was das heißen soll, ist schnell festgestellt. Gold beispielsweise ist so ein Fall, der das gut zeigt. Vor allem ist die Musik im Folk verwurzelt, wie die klaren Gitarren zeigen, aber sie hat schon allein durch die Stimme der Sängerin einen leicht poppigen Charme. In Dial D for Denial wird dies auch gut deutlich, denn hier ist der Pop-Appeal deutlicher zu hören mit einem treibenden Schlagzeug und Hooklines vom Bass. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich Fiona Bevan hier bewegt, teils mit einem leicht rauchigen Unterton, wie man im Titeltrack Talk to Strangers hat Rauheit, Glockenspiel und Basslinie.

In Sachen Instrumente ist die Künstlerin auf dem Album zudem sehr abwechslungsreich aufgestellt: Gitarren, Schlagzeug, Klavier, Violine, Kontrabass, Akkordeon und Harfe – all das passt hier gut zusammen und ergibt ein Album voller Schönheit.

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Text: Marius Meyer