Wie macht man den Nachfolger zum bis dahin erfolgreichsten Album der Rockgeschichte? Fleetwood Mac konnten oder wollten die von der Plattenfirma gestellten Wünsche nach einem erneuten Mainstream-Album nicht erfüllen und nahmen so unter der Leitung von Gitarrist Lindsey Buckingham ein eher sperriges Doppelalbum auf. Auch wenn es nicht an den Erfolg von Rumours herankam und, auf den ersten Blick, ohne kommerzielle Hitsingles ist Tusk ein Album, das sich trotzdem ganz gut verkauft hat. Die Pole Position der Charts in Großbritannien überdeckte aber nur schwer, dass ein vierter Platz in den USA einer Enttäuschung gleichkam. Das beweist den Stellenwert, den Fleetwood Mac Ende der 70er Jahre genossen. Nun erscheint Tusk in einer neuen Version und damit eine Würdigung dieses Albums aus dem Jahr 1979.

Jetzt, gut 35 Jahr nach der Veröffentlichung des Albums mit dem aggressiven Hund auf dem Cover, bemerkt man erneut, wie facettenreich das Album ist und an wie vielen unterschiedlichen Stilen sich Tusk bedient.

Auch wenn man sich diese Platte erarbeiten muss und außer dem Titelsong nicht alles direkt ins Ohr geht, so sollte man diesem Werk Zeit geben zu wachsen.

Dann entfalten Songs wie Sara, Sisters of Moon, The Ledge, Storms oder The Ledge ihren Glanz und werden zu Pop-Perlen von besonderer Güte, von einer der spannendsten Bands ihrer Zeit.

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Text: Dennis Kresse (soundchecker.koeln)