Vor etwa einem Jahr rezensierten wir an dieser Stelle bereits die EP Mitten ins Herz, nun ist es soweit: Nach zwei EPs veröffentlichen die Musiker Ecke Heidelberg/Stuttgart nun ein Debüt-Album, das mehr Fragen aufwirft als man Antworten parat hat. Das klingt zunächst negativ, ist aber eigentlich gar nicht so gemeint, denn es spiegelt nur reale Zustände wider. Negativ sind also eher die bezeichneten Zustände, die Musik gar nicht. Zwar wissen Fox Named King um das Gefühl der Verlorenheit und Ratlosigkeit in der heutigen Welt, aber ihre Antwort darauf ist verblüffend einfach: Feiertage!

Dieser Gedanke klingt aus den Stücken des Debüt-Albums immer wieder raus. Zwar sind es durchaus ernste Themen, die von der Band behandelt werden, aber nie klingt es resignierend, was die Band da spielt. Feueralarm beispielsweise mit kritischen Tönen und der Frage, ob wir blind seien oder einfach nur nicht sehen wollen, das dennoch druckvollen und eingängigen Punk-Rock bietet. Oder auch Schwarzer Tag, das wie eine Abrechnung mit einem nicht so gern gemochten Menschen klingt, das dennoch einen hymnischen Charakter im Chorus wahrt.

Aber Fox Named King können auch komplett positiv: Schöner Tag ist eine Ode an die gute Laune. Die Laune, die verbreitet wird, ist dabei sowieso gut – selbst im nachdenklichsten Moment. Das heißt freilich nicht, dass die Band nicht zum Nachdenken anregen würde. Sie hat nur ihre eigenen Mittel dazu. Auf diese Art und Weise ist ihnen ein vielseitiges Debüt-Album gelungen, das aufhorchen lässt. Man sollte sich nicht wundern, wenn die Bühnen bald größer werden.

Die Single Alles auf Anfang gibt es auch als kostenlosen Download auf der Homepage der Band.

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Rezension: Fox Named King – Mitten ins Herz (EP)

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Text: Marius Meyer