Franz Ferdinand sind eine dieser Bands, die eigentlich gar nicht wirklich polarisieren wollen, es dann aber trotzdem tun. Die einen meinen, aus jedem Stück Take Me Out zu hören, die anderen hingegen erfreuen sich daran, wie viel Vielfalt Franz Ferdinand in ihrer sich selbst erschaffenen Nische erarbeitet haben. Klar: Die Mannen um Alex Kapranos haben stets ihren eigenen und unverkennbaren Sound. Aber von einer Selbstkopie sind sie dennoch weit entfernt, was sie auch auf den zehn Nummern von Right Thoughts, Right Words, Right Actions beweisen. Abwechslungsreiches Songwriting trifft auf einen markanten Sound.

Schon der Opener Right Action hat wieder diese Beat-Lastigkeit, diesen (das Unwort lässt sich mal wieder nicht vermeiden) Retro-Charme und eingängig treibende Sounds. Franz Ferdinand, wie man sie kennt und irgendwie auch erwartet. Was neuartig wirkt: Franz Ferdinand haben einen unglaublichen Drive entwickelt. Evil Eye wirkt beispielsweise äußerst „catchy“ – das tun andere Titel der Band zwar auch, aber eben auf andere Weise. Wie man den bekannten und bewährten Franz Ferdinand-Sound mit neuem Schwung versieht, wird auf dem Album immer wieder bewiesen. Beispielsweise in Fresh Strawberries, das die Eingängigkeit der Band mal auf andere Weise zeigt.

Es wäre müßig, an dieser Stelle auf jeden einzelnen Song des Albums einzugehen. Wer Franz Ferdinand bisher, auch nach dem Erstling, mochte, kann mit diesem Album wenig verkehrt machen und wird in seiner positiven Meinung zur Band bestätigt. Wer zuletzt skeptisch war, sollte dem Album eine Chance geben, denn mit dem Album ist deutlich bewiesen, dass Take Me Out zwar ein guter Einstand war, die Band sich aber seitdem konstant weiterentwickelt hat und auch auf Album Nummer vier noch für innovative Sounds steht.

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Text: Marius Meyer