Dass Freddie Mercury, die-Queen Stimme und das Aushängeschild des Narziss in den 70ern und 80ern, eine fantastische Stimme sein Eigen nennen konnte, weiß ein jeder, der sich ein wenig für Musik interessiert. Also passte es hervorragend, dass er sich seinen großen Wunsch erfüllte und ein Album mit der bekannten spanischen Opern-Sängerin Montserrat Caballé aufnahm. Nun erscheint jenes legendäre Album der beiden Diven in einer neuen und überarbeiteten Version und macht einem noch mal bewusst, welcher Verlust der Tod des als Farrokh Bulsara aus Sansibar geborenen Sängers, der am 24. September 1991 starb, doch war. Insofern ist es ein besonderes Zeitdokument.

Es beginnt mit der Nummer, die eigentlich von Caballé und Mercury anlässlich der Eröffnungsfeuer der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona hätten performen sollen und die dem Album ihren Namen gab, Barcelona. Dass es aus tragischen Gründen nicht mehr dazu kam, soll hier nicht verschwiegen werden. Eine echte Hymne, die jetzt in der Neubearbeitung noch imposanter klingt. Die Keyboards wurden stellenweise entfernt und teilweise durch das Prager FILMharmonic Orchestra neu eingespielt.

Klassik trifft auf Pop und das Zusammenspiel zwischen der Opern-Sängerin Montserrat Caballé und Freddie klappt außerordentlich gut. Stücke wie La Japonaise oder The Golden Boy haben ihre emotionalen Höhepunkte wie Gospelchöre und asiatische Klänge.

Dieses Album ist der Beweis, dass Freddie Mercury sich nie in ein musikalisches Korsett pressen ließ und dass es einen wie ihn nur selten gibt.

Homepage: www.freddiemercury.com

Text: Dennis Kresse