Warum ist eigentlich Frida Hyvönen nicht noch bekannter? Die Frau erfüllt ja alles, was man im Jahr 2013 erwarten kann. Sie schreibt zu Herzen gehende Songs, ist eine brillante Pianistin, ist mit einer überragenden Bühnenpräsenz gesegnet und hat auch diese besondere Komik, wie man sie nur ganz selten findet. Die Schwedin veröffentlich mit To The Soul ihr viertes Album und es ist eine Blaupause, wie ein Singer/Songwriter-Album klingen kann. Aufgenommen im Studio von Benny Anderson, von dessen Band ABBA der ein oder andere schon mal was gehört haben dürfte, kann man sich über 12 Songs freuen, die eins verbindet: eine kluge und mutige Frau, die es wenig kümmert, was der Rest der Welt von ihr hält und die nur ihr Ding machen möchte.

Es beginnt mit einer Up-Tempo-Nummer und dieses Gas Station erinnert von Songwriting her an Fleetwood Mac oder an Joni Mitchell. Bei Terribly Dark kommt man aus dem Denken an Olivia Newton-John gar nicht mehr raus, das ist eine perfekte 80er Up-Tempo-Nummer, die es verdient hätte, einen Platz in den Airplay Charts der Formatradio-Anstalten zu belegen. Dann gibt’s da aber auch wieder die zu Tränen rührende und die Kehle zuschnürende Klavierballade, die man von Frida so schätzt. The Wild Bali Nights heißt sie und sie funktioniert bestens.

California ist dann wieder ein kleiner Ohrwurm, während sich Frau Hyvönen auf der anderen Seite mit Saying Goodbye oder Gold von ihrer Balladen-Seite zeigt. Ein enorm abwechslungsreiches Album einer Frau, von der man noch einiges hören wird.

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Text: Dennis Kresse